Multivisionsshow Tashi Delek – Sisha Pangma

Mittwoch, 3. Januar 2007 von Stephan

Tashi Delek – Sisha Pangma

Möge es dir wohl ergehen, das ist die Bedeutung von Tashi Delek in tibetanisch und das ist auch das Motto für unsere Expedition.

Der 8027m hohe Shisha Pangma steht als einziger Achttausender komplett auf tibetischem Gebiet. Er ist der höchste Gipfel im Langtang Himal. Erst 1964 wurde der Berg von einer chinesisch-tibetischen Expedition als letzter der Achttausender bestiegen. Zehn Bergsteiger erreichten am 2. Mai den Gipfel. Früher war der Berg mehr unter seinem indischen Namen Gosainthan bekannt und galt mit 8013m Höhe als niedrigster Achttausender. Nach neuen Vermessungen nimmt er jetzt mit seinen 8046m den 13. Platz vor dem Gasherbrum II ein. Seit 1980 ist er auch für Ausländer zugänglich. Die Höhenangaben dieses Berges schwanken von 8027 bis 8046 m. Es gibt 3 offizielle Höhenangaben, die je nach Land verschieden sind. Wir haben uns auf 8027 geeinigt.

Wir haben uns für eine Expedition zum „Kamm über den Weiden“, wie Shisha Pangma übersetzt heisst, entschieden, da es an diesem Berg für jeden in unserem 3er-Team möglich ist, seine persönlichen Ziele zu verwirklichen. Über die Route von Hinkes/Untsch, die 1987 erstbestiegen wurde, haben wir eine Möglichkeit gefunden, abseits der Normalroute einen einsamen und anspruchsvollen Weg zu gehen. Die Tour verläuft in der Nordwand des Sisha Pangma und führt vom Lager III über ein fast 1000 m hohes Fels- und Eiscouloir (45 – 55° steil) in die Scharte zwischen West- und Zentralgipfel. Unser Ziel ist es, diese Route im Alpinstil zu durchsteigen und bei entsprechend guten Verhältnissen, dieselbe Route wieder mit Ski abzufahren. Falls die Bedingungen extrem gefährlich sind, sprich Blankeis, werden wir die Skiabfahrt über den Normalweg machen. Wenn uns dieses Unternehmen gelingt, haben wir mit dieser Kombination auf diesem Berg Neuland betreten.

In unserem 3er-Team haben wir gemeinsam ein Alter von 130 Jahren und insgesamt 60 Jahre alpine bergsteigerische Erfahrung. Wir haben alle schon schwere Fels- und Eistouren in den Nord- und Westalpen sowie im Ausland gemacht und sind als Team auch schon in extremsten Situationen erfolgreich unterwegs gewesen. Deshalb sind wir voll überzeugt, dass wir sehr gute Chancen haben unser Ziel zu erreichen!

Ungefährer Ablauf der Expedition:

Nach der Ankunft in Katmandu (Nepal) geht es mit Jeeps Richtung Tibet (chinesische Grenze) los. Nach einer 8-stündigen Fahrt werden wir den Grenzort Changmu (2350 m) erreichen. Knapp nach der Grenze, im Ort Nyalam (3750 m) werden wir die nächsten 3 Tage zur Akklimatisation verbringen. 2 – 3 Wanderungen in Höhen bis 5000 m werden unternommen. Unsere Reise geht dann weiter über den 5050 m hohen Lalung Leh Pass entlang der Nordflanke des Himalaya Hauptkammes und wir werden am 8. Tag das sogenannte Fahrerbasislager auf 5000 m erreichen. Bei entsprechender Schneelage werden wir mit Hilfe von Yaks in das eigentliche Basislager auf einer Höhe von 5650 m gehen. Die ersten Etappen der Aufstiegsroute erfolgen im Wesentlichen der Linie der ersten Besteigung durch westliche Bergsteiger von 1980. Nach 2 – 3 Akklimatisationstagen wird zunächst ein Depot am Beginn des Gletschers auf ca. 5900 m eingerichtet. Über Lager I auf 6350 m bis Lager II auf 6950 m wird dem Shisa Pangma Gletscher relativ flach gefolgt. Nach dem Ende des sog. Korridors werden wir in die Hinkes/Untsch einsteigen. Wenn alles gut geht, können wir vom Lager II aus in einem Tag den Gipfel erreichen. Von der Ankunft im Basislager bis zur Gipfeletappe haben wir insgesamt 27 Tage Zeit. Nach einer erfolgreichen Gipfelbesteigung werden wir mit den Skiern über dieselbe Route abfahren und zurück ins Basislager kehren. Die Heimreise erfolgt über denselben Weg nach Nepal und Katmandu.

Lassen Sie sich überraschen und geniessen Sie einen multimedialen Ausflug in die Gipfelregion eines 8000ers.

Vortrag auf Anfrage zu buchen.

 


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