Ama Dablam 2014 - Abschlussbericht

Good by Nepal – see you soon. Auch die letzten Tage unserer Expedition sind für uns problemlos verlaufen und wir sind nun inzwischen alle wieder heil und mehr oder weniger gesund zu Hause. Bis auf die ein oder andere Verkühlung von der Flugzeugklimaanlage ist alles bestens.

 

21.10. 

Heute haben dann auch Christian und ich das Basislager verlassen. Wieder steht der Berg bei wolkenlosem Himmel in der Morgensonne, als wir aus unseren Zelten kommen. Ein letztes gemütliches Frühstück im Basislager Dom Zelt, Auszahlung der Trinkgelder,  Verabschiedung beim Team und unseren Nachbaren, sowie bei den Expeditionsleitern anderer Teams und dann beginnt der lange Marsch nach Namche Bazar, wo Dietmar und Andi schon auf uns warten. Unbeschwert und überraschend erholt sind wir recht schnell im Tal angekommen und sind wie immer etwas überrascht, was am Everesttrek alles los ist. Unzählig viele Menschen kommen uns Tal einwärts entgegen. Gruppen von 20 und mehr Personen, fast wie im Stau. Irgendwie beeindruckten uns die Menschenmengen nicht wirklich. Trotz des hohen Verkehrsaufkommens am Boden, Überflüge von Helikopter, Yak Kolonnen sowie Pferde die Talauswerts transportiert werden, überwiegen die schönen landschaftlichen Eindrücke. Der Weg zieht sich genial durch eine der schönsten Regionen der Welt und schon nach 2 Std. erreichen wir die Everest View Lodge und Bakery in Tengboche. Wie machen eine kurze Pause bei Zimtschnecke, Kaffee und Cola. Gegen 14:00 erreichen wir Namche Bazar und Nima die Wirtin nimmt uns in Empfang. Nach einem Willkommensdrink führt der erste Weg in die Dusche, das war auch schön langsam Zeit. Den Rest des Tages lassen wir es uns in diversen Kaffeehäusern gut gehen und lassen den Tag bei „einem“ Bier in der örtlichen Musikkneipe ausklingen. Am Rande erwähnt, neben 1000 Expeditions-T-Shirts haben auch wir uns dann an der Bar mit unserem Ama Dablam T-Shirt verewigt.

 

22.10. 

Schon früh starten wir los, um uns auf den Weg nach Lukla zu machen. Je tiefer wir kommen umso wärmer wird es und der Weg zieht sich ewig. Um ca. 16:00 in der ärgsten Nachmittagshitze erreichen wir dann Lukla. Wir haben wieder ein Zwischenziel erreicht. Es folgt ein Nachmittagsschlaf und dann gehen wir zum Abendessen ins Hard Rock Cafe Lukla.

 

23.10. 

Flug nach Kathmandu steht am Programm. Schon um 8:00 sind wir fertig und bereit für den Abflug. Was aber nicht heißt, dass auch unser Flieger bereit ist. Im 15 Minuten Takt kommen die Flugzeuge auf der steilen und viel zu kurz geratenen Landebahn an und fliegen auch wieder weg. Bei unserer Fluglinie gibt es eine Maschine mit Panne im Lenkwerk und so verzögert sich unser Start. Wir schauen gespannt zu wie die Mechaniker im Flugzeug aus und ein kriechen, und aus einem kleinen Werkzeugkoffer heraus Teile getauscht werden. Insgeheim hofft jeder, dass die Maschine nie fertig wird, keiner will den ersten Probeflug nach der Reparatur machen. Es ist dann auch so, dass wir die Maschine um einen Flug verpassen, und mit einem anderem 2 Probellerflieger Richtung Kathmandu abheben. In Kathmandu angekommen werden wir schon von Ragendra erwartet. Es geht direkt in die Oase des Grünen, ins Shangrila, wo wir den Rest des Tages in der Sonne am Pool verbringen, bzw. der ein oder andere unserer Gruppe zum Rasieren geht. Abendessen gibt es dann beim Koreanischen Tischgrill in Thamel mit einen kleinen Abstecher ins Irish Pub im Anschluss.

 

24.10. 

Heute steht für die Jungs Shopping am Programm und für mich geht es zum Debriefing. Es wird festgestellt ob wir wieder da sind und ob alles bestens war. Das dauert 2 Std. Dann geht es wieder retour ins Hotel zum Material sortieren und packen. Am Abend noch ein Besuch im Everest Steakhouse und schon wieder ist ein Tag wie im Flug vergangen.

 

25.10. 

Letzte Besorgungen in Thamel und dann geht es ab zum Flughafen und das lange Sitzen beginnt. Unser Flug verläuft nach Plan und wir hatten nicht einmal mehr Zeit zum Kartenspielen.

 

26.10

6:00 Ankunft München

 

Nach diesem schönen Erfolg für uns, möchte ich mich an dieser Stelle noch bedanken bei:

Meinem Team zu Hause und bei meiner Familie für die perfekte Unterstützung, bei meinem Team Am Berg, für die faire und gute Zusammenarbeit, bei Andi unserem Fotografen, für die coolen Fotos und vor allem für die begleitende fotographische Schulung, bei Ragendra und seinem Team für die perfekte Unterstützung vor Ort, bei Purna für die perfekte Arbeit als BC Manager und Chef Koch, bei Tsering  für seine Hilfsbereitschaft und vor allem für seine professionelle Arbeit am Berg, einem der wichtigsten Punkte auf Expedition, dem Wetterbericht – dafür bedanke ich mich bei Josef und dem gesamten Team der ZAMG – Abteilung Expeditionswetter, ohne dieses Service wären Touren wie diese nicht mehr vorstellbar, beim Expeditionsleiter Willi, sowie Peter für die perfekte und faire Zusammenarbeit, danke an Sepp Stiller unserem Kollegen aus Bayern für die Versorgung mit Bayrischem Bier und Kaminwurzen und für die tolle gemeinsame Zeit im BC…falls ich noch jemanden vergessen habe, steckt keine Absicht dahinter. Wir alle die unterwegs sind um auf so einem Berg wie der Ama Dablam ein Ziel zu erreichen, brauchen Feingefühl, Toleranz und vor allem Respekt, es ist immer wieder schön wenn sich zeigt, dass Menschen am Berg gemeinsam ein Ziel erreichen können und wollen.

 

Desweitern möchte ich mich bei meinen Sponsoren für die materielle Unterstützung bedanken. Extreme Ziele kann man nur durch beste Vorbereitung und mit der perfekten Ausrüstung erreichen.

Danke an: Vaude, Primaloft, Adidas Eyewear, Leki, La Sportiva, Edelrid, Brandspot, Black Diamond, Edelweiss, Valandre.

Danke an alle die mit uns virtuell unterwegs waren und uns gedanklich unterstütz haben - Wir sehen und demnächst auf Tour Stephan

 

 

c Andreas Ehrensberger
c Andreas Ehrensberger

c Andreas Ehrensberger
c Andreas Ehrensberger

Ama Dablam 2014 Teil 6

Hier die offiziellen News von unserem Expeditionsteam in Nepal:

 

 

Hallo vom Ama Dablam Team

 

Vorab, wir konnten am 19.10.14 als Dreierteam zwischen 12:30 und 13:30 den Gipfel der Ama Dablam erreichen.

 

17.10.14 
Am Freitag wäre geplant gewesen, dass Dietmar und Christian zu Lager I aufsteigen. Dietmar hatte leider eine ziemlich schlechte Nacht. Schüttelfrost und Kopfschmerzen ließen uns diesen Plan noch einmal verwerfen. Ein weiterer Ruhetag im BC folgte, und wir nutzten die Zeit um unsere Sachen schon vorab zu packen und für die Heimreise zu sortieren. Im Laufe des Tages besserte sich der Zustand Dietmars und wir waren  allesamt sehr zuversichtlich, dass das klappen wird. Auch der Wetterbericht steht auf unserer Seite. Bis auf eine kleine Störung am Samstag, sollte nun bis Montag Nachmittag schönstes Wetter ohne Niederschlag herrschen.

 

18.10.14 
Schon um 6:00 werden wir von Purna und seinem Team geweckt. Letzte Ausrüstungszusammenstellung, ein gutes Frühstück wie immer und dann geht es los, mit dem Ziel: Lager II. Das Wetter ist ein bisschen durchzogen, Purna hilft Dietmar, dem es inzwischen wieder besser geht mit dem Materialtransport und wir kommen gut voran. Auf ca. 5400m macht sich die Atmung von Dietmar bemerkbar. Dietmar steht ehrlich zu momentanen kleinen Problemen in der Lunge und beschließt nach einer kurzen Rücksprache mit mir, die Gipfelbesteigung abzubrechen. Das ist auf der einen Seite sehr schade, da wir ein gutes Team sind, auf der anderen Seite sehr vernünftig, da es unmöglich ist diesen Berg zu besteigen, wenn man körperlich nicht kerngesund und fit ist. Schweren Herzens verabschieden wir uns bei Dietmar, welcher zurück ins BC geht. So sind nur noch Purna, Christian und ich auf dem Weg ins Lager I. Tsering, unser Climbing Sherpa, ist bereits über Lager III in einem Team beim Fixseile verlegen und Andi ist im Gelände unterwegs und macht Aufnahmen von unserem Aufstieg. Wir kommen gut voran und erreichen gegen Mittag Lager I. Nach einer obligatorischen Speckjause, verabschiedet sich auch Purna. Christian und ich machen uns weiter auf den Weg Richtung Lager II. Es beginnt zu schneien, genau so wie vom Wetterbericht angekündigt. Das macht die Schlüsselstelle Richtung Lager II am Gelben Turm auch nicht leichter. Als wir Lager II auf 6000m erreichen sehen wir aus wie kleine Schneemänner. Um 16:00 verkriechen wir uns bei ziemlich starkem Schneefall in unser Zelt. Wenig später kommt auch Tsering dazu. Nachdem wir den Wetterbericht noch einmal checken und mit den Sherpas Rücksprache halten, wird ein Summit Push für morgen Sonntag beschlossen. Da es im Lager II überhaupt keine guten Zeltplätze gibt, insgesamt Platz für 5 Zelte, verbringt diese Nacht ein weiterer Sherpa in unserem Zelt. Zu viert mit der ganzen Ausrüstung im Dreimann Zelt. Tsering versorgt uns mit Tee und Suppe und bald kehrt "Ruhe" im Zelt ein. 

 

19.10.14
Die Sherpas starten schon um 4:00 um die letzten Fixseilarbeiten Richtung Gipfel zu machen. Auch sonst gerät einiges in Bewegung. 15 Personen, davon 4 Sherpas ziehen Richtung Gipfel. Da alles sehr hektisch ist und es draußen nicht nur dunkel sondern auch kalt ist, beschließen Christian und ich uns noch einmal umzudrehen und zu warten bis die Sonne Lager II  erreicht. Um 6:30 stehen auch wir vor unserem Zelt, bereit zum Gipfelversuch . Die Leute die vor uns gestartet sind, sind noch nicht weit weg, und noch vor den ersten Steilstufen können wir eine kurze Pause in der Morgensonne einlegen. Wir kommen gut voran, über etliche Steilaufschwünge in Fels und Eis geht es Richtung Lager III. Endlich erreichen wir die Muschroomridge und sind in der Sonne. Schatten und Wind ließen uns die ersten 2 Std. ziemlich frieren. Gegen 10:00 erreichen wir Lager III, welches ziemlich ungünstig unter einem Serac liegt. Wir halten uns nicht lange auf und es geht ca. 45° - 55° steil weiter Richtung Gipfel. Auch in der Gipfelflanke kommen wir gut voran. Tsering ist in Sichtweite und es fehlen noch 100Hm zum Gipfel. Er hat die Führung bei den Fixseilarbeiten von Lager II bis zum Gipfel übernommen. Ich höre im Funk, dass er nun den Gipfel erreicht hat, es ist 12:00 Uhr. Auch ich kann den Gipfel 45 Min später erreichen, Christian folgt weitere 15 Min später. Unser Ziel ist bei schönstem Sonnenschein, aber bei ziemlich kalten Temperaturen um die -20°c und 25Km/H Wind erreicht. Wir verbringen ca. eine halbe Std. am Gipfel mit Fotos machen und Aussicht genießen. Dann machen wir uns auf den Rückweg Richtung Lager II. Ewige Abseilpisten und steile Fels sowie Eispassagen geht es runter. Nachdem wir Lager III und den Hängegletscher hinter uns gelassen haben ist der Weg zumindest objektiv nicht mehr gefährlich - keine Eisschlaggefahr mehr. Mit den letzten Sonnenstrahlen und ziemlich müde erreichen wir um 17:00 Lager II. Wir beschließen hier noch einmal zu übernachten. Was aus heutiger Sicht ein Fehler war , da wir gefühlt 2/3 der Nacht kein Auge zu machen konnten. Dehydriert und nicht mehr bereit zu essen sind wir in unsere Schlafsäcke geschlüpft. Selbst Tee von Tsering konnten uns nicht wirklich Energie geben. Von 12:00 bis 2.00 ging es dann vor den Zelten rund, die nächsten Bergsteiger machten sich auf den Weg Richtung Gipfel. 

 

20.10.14 
Um 7:00 werden wir von der Sonne und den Wassertropfen die vom Zeltdach auf uns tropfen geweckt. Schon wieder steht Tee bereit und wir beginnen unsere sieben Sachen für den Abstieg zu packen. Gegen 7:30 verlassen wir das Lager II und es geht bei extremer Hitze über Abseilstellen und Quergänge retour Richtung Lager I. Im Lager eins angekommen, wie sollte es anders sein gibt es erst mal eine Speckjause. Die letzten Sachen werden aufgepackt und es geht weiter die letzten 1200Hm Richtung BC runter. Um 12:30 erreichen wir müde aber zufrieden und was für mich noch wichtiger ist, unbeschadet unser Basislager. Dietmar und Andi, sowie das gesamte Küchenteam empfangen uns herzlich. Fotos werden gemacht, Eindrücke geschildert und auch unsere Nachbarn aus Bayern sind gleich mit einer Dose Bier, einer Prise und einem Schluck Schnaps zur Stelle. Nach einem wie immer ausgezeichneten Mittagessen, machen sich Andi und Dietmar auf den Weg nach Nasche Bazar. Wir packen unsere letzten Sachen und genießen die "Ruhe nach dem Sturm". 

 

Morgen werden auch wir, Christian und ich, das BC verlassen. Für Purna und Tsering wird die nächste Gruppe anreisen. Wir gehen retour nach Nasche Bazar und Lukla und werden von da mit dem Flugzeug zurück nach Kathmandu fliegen. Eine schöne Expedition geht dem Ende zu. Mit einem Abschlussbericht werden wir uns dann aus dem Büro von zu Hause aus melden.

 

Liebe Grüße vom gesamten Team Stephan

 

 









c Andreas Ehrensberger










c Andreas Ehrensberger
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c Andreas Ehrensberger
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c Andreas Ehrensbergerc
c Andreas Ehrensberger

Ama Dablam 2014 Teil 5

Die nächste schriftliche Nachricht hat uns zwar noch nicht erreicht, jedoch erhielten wir ein kurzes Telefonat dass ein Teil der Gruppe am Sonntag den Gipfel erreicht hat. Der zweite Teil der Gruppe ist erfolgreich ins Basislager abgestiegen. Am Montag waren schließlich alle wieder wohlauf im Basislager angekommen. Fotos und Berichte folgen sobald alle wieder vereint einen Internetzugang finden. Kann nicht mehr lange dauern. Wir freuen uns dass trotz des starken Schneefalls zu Beginn der Gipfel doch nicht unerreichbar war. Bis bald.

Ama Dablam 2014 Teil 4

Hallo aus dem inzwischen tief winterlichen Ama Dablam BC 

13.10. 
Heute stiegen wir in einer gemütlichen Winterwanderung zurück ins BC auf. Abendessen und schon wieder ist ein Tag vorbei. Es hat heute zum Glück nur 10cm Schnee gegeben, mit dem könnten wir gut leben. 

14.10. 
Ruhetag und erster richtiger Schlechtwettertag bis zum Abend schneit es an die 25cm im BC. Genau so wie von Josef und der ZAMG angekündigt, wird es nun wirklich sehr, sehr winterlich. Wir hoffen immer noch darauf, dass nicht ganz so viel Schnee kommen wird, aber im Moment sind die Gipfelträume etwas verschwommen. Heute haben wir eigentlich gar nichts gemacht ausser Kartenspielen (Bemerkung am Rande Christian hat heute 10 Nullen abgekriegt - so gesehen hat er uns das Kartenspielen ganz gut gelernt) - es gab dann noch die ein oder andere Playlist im beheizten BC Mannschaftszelt, bei Clapton, ACDC, Söllner, Marley und Co liessen wir den Tag ausklingen. 

15.10. 
Schon um 7:00 kriechen wir bei herrlichstem Wetter und 20cm Neuschnee im BC aus unseren Zelten. Es ist genial zum Fotografieren und so nutzen wir die Zeit bis zum Frühstück. Es ist inzwischen sehr heiss hier und am Berg haben wir ca. 80cm Neuschnee, wir können im Moment nur abwarten und Tee trinken. Im BC ist inzwischen reger Betrieb und die meisten Gruppen sind im Ankommen. Jaks, Träger und Helikopter liefern Material an und haben auch schon einen ersten Verletzten ausgeflogen. 

16.10. 
Heute sind einige der Sherpas auf dem Weg ins Lager II um die restlichen Fixseile zu verlegen. Schlechte Nachrichten erreichen uns aus Kathmandu im Gebiet Dorung La, Manaslu Region, Anapurna Region sind nach extremen Schneefällen 260 Personen vermisst, 18 Tote sind bereits bestätigt. Das angekündigte Schlechtwetter ist bei uns ausgeblieben, bis auf eine extreme Gewitternacht nur 20 cm Schnee sind wir verschont geblieben. Bei uns also alles gute und so wie der Wetterbericht im Moment aussieht wird es für uns Sonntag oder Montag Richtung Gipfel gehen. Wir haben heute unseren letzten Ruhetag und werden morgen Richtung Lager I aufbrechen. Samstag Lager II und Sonntag wenn alles gut geht Gipfel. Voraussichtlich werden wir uns dann am Dienstag wieder bei euch melden. Schöne Grüsse vom gesamten Team - Stephan.





c Andreas Ehrensberger





c Andreas Ehrensberger
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Ama Dablam 2014 Teil 3

Zu Beginn der Woche gibt es News zur aktuellen Ama Dablam Expedition von Stephan und seinem Team. Lager 2 auf 6048m ist bereits errichtet und alle der Gruppe sind wohlauf. Hier der detaillierte Bericht über schöne Stunden im Basislager und das Hoffen auf einen wohlgesinnten Wettergott:

Hello aus Pangpoche

Seit unserem letzten Bericht ist nun schon wieder etwas Zeit vergangen. Wir sind nach wie vor alle wohlauf und für den Gipfelanstieg bereit.

Aber hier nun etwas detaillierter:

7.10 
Nach dem Frühstück haben wir unsere Lodge Richtung Pangpoche verlassen. „Nima“ die Chefin, hat uns noch mit gesegneten Samenkörnern und einem Schal Glückwünsche auf den Weg gegeben. Der heutige Tag war eine Genusswanderung, vorbei an Stupas und Klöstern über Hängebrücken immer weiter hinauf Richtung Khumbu und immer näher an unser Ziel. Gegen 16:00 haben wir die nächste und vorläufig letzte Lodge erreicht. 

8.10 
Heute konnten wir die 600Hm von Pangpoche bis ins BC zurücklegen. Im BC angekommen hat uns schon ein Mönch, Purna und Tzering erwartet um die Puja durchzuführen. Nach dieser Feierlichkeit konnten wir unsere Zelte beziehen und den Rest des Tages beim sonnen auf den grünen Wiesen des BC’s genießen. Vor uns steht der Ama Dablam in seiner ganzen Pracht - und er wirkt kein bisschen kleiner, auch wenn wir nun schon am Fuße des Berges stehen.

9.10 
Heute gab es zur Anpassung einen Ruhetag im BC. Einrichten der Zelte, Auskundschaften des Lagerplatzes und einfach nur rumhängen und dem Körper die Chance geben sich an die neue Höhe zu gewöhnen.

10.10 
Gegen 8:00 haben wir das BC Richtung Lager I verlassen. Gemütlich und bewusst langsam haben wir uns nach oben gearbeitet. Auf ca. 5500m haben wir die ersten Zelte gesehen, doch die Freude war zu früh, das war nur das ABC - das vorgeschobene Basislager einer anderen Gruppe. Die 1200Hm bis ins Lager I haben sich ziemlich gezogen und mit dem schweren Gepäck waren wir alle froh, als wir bei Sonne den Lagerplatz erreicht haben. Einige Fotos und das genießen der Abendsonne standen am Programm. Ansonsten haben wir unsere Zelte im Adlerhorst des Lager I bald bezogen und es stand uns eine lange Nacht bevor.

11.10 
Nach einer mehr oder weniger ungemütlichen Nacht im Lager I auf 5800m sind Andi und Dietmar bereits heute Morgen Richtung BC abgestiegen. Sie haben das BC um 11:00 müde aber wohlauf erreichen können. Tzering, Christian und Ich sind Richtung Lager II aufgestiegen. Der Weg Richtung Lager II zieht sich abwechselnd über Schneefelder und Granitkletterfelsen dem Grat entlang wie auf einer Himmelsleiter nach oben. Nach 2 Stunden Kletterei konnten wir das Lager II auf ca. 6000m erreichen. Wir mussten 2 Stunden Schneeschaufeln bis wir unser Zelt aufstellen konnten. Nun ist Lager II errichtet. Auch wir sind im Anschluss bis ins BC abgestiegen, welches wir gegen 18:00 erreichen konnten. Nach einem wie immer guten Abendessen haben wir uns müde aber zufrieden in unsere Schlafsäcke verzogen.

12.10 
Ruhetag im BC. Wir haben so Dinge wie Generator Reparatur, Internet Aufbau und Kartenspielen erledigt. Purna und sein Team haben uns mit Speckknödeln und Kuchen aus der BC Küche verwöhnt. Es ist immer wieder unglaublich was die Jungs aus dem nichts zaubern können.

13.10 
Ruhetag - Abstieg Pangpoche Wetter ist zum ersten Mal richtig schlecht, sitzen nun hier im Garten einer Lodge und es nieselt. Wir sind heute um 10:00 aus dem BC abgestiegen, da das Wetter einerseits nicht sehr einladend ist und da wir auch sonst nichts zu tun haben, wollten wir uns wenigstens ein wenig bewegen. Nun geht es dann wieder retour hinauf ins BC wo wir die nächsten Tage abwarten werden und schauen müssen wie sich das Wetter wirklich entwickelt. Wie schon erwähnt wir wären bereit - wenn alles gut läuft könnte am Freitag Gipfeltag sein - wenn der Wettergott will. Inzwischen schöne Grüße vom gesamten Team und bis bald. Stephan

Eindrücke auf dem Weg zum BC
Fröhliche Gesichter



Tempel und Klöster
Basislager BC



Koch Purna bei der Arbeit


Standort Lager I

Unser Fotograf mal selbst vor der Linse

Christian im Lager II


Kulinarische Verwöhnung im BC
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c Andreas Ehrensberger
Puja Zeremonie c Andreas Ehrensberger
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Das ganze Team versammelt c Andreas Ehrensberger

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Ama Dablam 2014 Teil 2

Der erste Bericht von Stephan: 

Hello aus dem Kumbu Tal. Vorab: Es geht uns gut und wir kommen gut voran.

01.10   

Abflug aus München über Paris und Delhi nach Kathmandu. 

02.10  

Wir sind wir am frühen Nachmittag in Kathamndu gelandet. Purna, Andreas und Rajendra haben uns am Flughafen abgeholt. Es ging dann direkt vom Flughafen zum Ministerium zum Breefing. Auch das ist problemlos verlaufen und wir konnten den Rest des Tages in das prodelnde Kathmandu eintauchen. Ziemlich müde aber hungrig ging es zum Abschluss noch in ein typisches nepalesisches Resturant. Nach einem Schlummerdrunk im Shangri La sind wir dann alle ins Bett gefallen. 

03.10 

Ein Tag Kathmandu, nachdem wir alle nicht zum ersten Mal hier sind, ist dieser Tag sehr relaxed verlaufen, einmal quer durch Tamel, kleine Besorgungen erledigen, das ein oder andere Rooftop Restaurant für einen Drink aufsuchen und dann zurück ins Hotel um den Nachmittag am Pool zu verbringen.  

04.10 

Um 6:00 geht es ab zum Flughafen, der Check in läuft wie gewohnt schnell und problemlos. Wir sind bereits um 8:00 am Rollfeld und auf dem Weg zum Helikopter. Bei herrlichstem Wetter fliegen wir ca. 40min entlang der Himalayaridge, mit Sicht auf Everest und Co nach Lukla. In Lukla ist die Landung mit dem Heli wesentlich entspannter als mit dem Flugzeug und die Aussicht war natürlich unvergleichlich. Nach einem kurzen Aufenthalt in Lukla ging es dann in einer 3 Std. Wanderung weiter nach Phakting. Wir geniessen herrliches Wetter und Sonne auf der Terasse. 

05.10  

Um 8:00 geht es weiter dem Kumbu River entlang richtung Namche Bazar. Atemberaubende Hängebrücken, kleine Dörfer und eine auffallend schöne und auch sehr saubere Natur überraschen uns. Es hat sich am Weg ins Kumbu Tal sehr viel getan, es gibt öffentliche WC s ,Müllstationen und es findet sich kein Dreck mehr am Wegrand. Alleine heute passierten wir 3 Check Post an denen wir uns registrieren mussten und unsere Trekking Permits sowie das Expeditionspermit kontrolliert wurde. Gegen 14:00 haben wir Namche erreicht, wir wohnen hier im Khumbu Resort am oberen rand von Namche auf 3440m. Nach wie vor geht es uns allen gut und wir können die wunderbare Gegend geniessen. Der Nachmittag vergieng mit faulenzen, duschen, einem Besuch in der Namche Bäckerei.... 

06.10  

Auch heute sind wir es wieder ruhig angegangen, eine dreistunden Wanderung mit Klosterbesuch und Aufstieg bis auf 3800m zum Everest View Point. Zum ersten Mal steht uns nun unser Ziel direkt vor Augen. Bei bestem Wetter präsentieren sich Everest, Lotse, Nuptse und natürlich die Ama Dablam. Gegen Mittag konnten wir Namche wieder erreichen und verbrachten den Nachmittag mit Kaffeetrinken, Fotos sortieren, Komunikation betreiben und faul herum hängen. Morgen geht es dann weiter richtung BC, wir werden das Basislager am Mittwoch erreichen und uns dann nachdem wir uns eingerichtet haben, wieder bei euch melden. Schöne Grüsse aus Namche 

Christian, Dietmar, Andreas und Stephan

 


Christian und Dietmar





Unser Heli nach Lukla

Unser Team
Das Ziel: Ama Dablam
einzigartige Aussicht









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Ama Dablam 2014 Teil 1

AMA DABLAM Expeditionsbericht 2014

Am 1. Oktober geht es los zu einem der schönsten Berge der Welt.
Das Team ist bereit und hier wollen wir die Mitglieder kurz vorstellen:

  • Dietmar Neumann
  • Christian Huber
  • Andreas Ehrensberger (Profi Fotograf)
  • Stephan Keck (Guide)

Obwohl es in den letzten zwei Wochen viel geschneit hat, prophezeit der Wetterbericht langfristig gutes Expeditionswetter. Am 1. Oktober geht es per internationalen Flug nach Kathmadu. Dort haben die Teilnehmer noch 2 Tage Zeit um die Stadt zu besichtigen und letzte Besorgungen zu machen. Ab dem vierten Tag, nach dem Inlandflug nach Lukla, sind die Teilnehmer hoffentlich schon unterwegs nach Namche Bazar. Bis unser Team das Basislager erreicht hat sollte somit das Wetter bestenfalls schon einmal auf unserer Seite sein. Und spätestens von dort aus sollten wir die ersten Fotos und Berichte unseres Teams bekommen. Die Temperaturen am Berg sind mit ca. -14°C für den Gipfel schon mal ideal.
Wir sind gespannt und freuen uns schon auf mehr... 

Das Team ist angekommen in Kathmandu und wurde herzlich empfangen.

 

Ama Dablam 2012
Ama Dablam 2012
Kumbu Tal 2012
Christian
Dietmar
Wetterbericht
Stephan
Andreas (Fotograf)

  • © 2012 ALPINIST Berg- und Schneesportreisen