Broad Peak 8051m

Mittwoch, 5. November 2008 von Stephan

 

Die leuchtenden Berge» heissen sechs Karakorum-Gipfel. Der Broad Peak ist 8051 m
der dritthöchste. Er ist zweifellos neben dem K2 einer der eindrucksvollsten
Berge im Baltoro-Gebiet. Was ihn aber vor allem interessant macht, ist seine
direkte Anstiegsroute. Obwohl es keine leichten Achttausender gibt, da an ihnen
besondere Gesetze herrschen, gehört der Broad Peak wegen seiner objektiv
verhältnismässig sicheren Route und dem kurzen Anmarschweg vom Basislager zum

Fuss des Berges, zu den angenehmeren. Kleinexpeditionen, Alpinstil und Alleingänge
in kurzer Zeit werden deshalb regelmässig am Broad Peak praktiziert. Auf der
Anfahrt im Tal des Indus folgen wir zuerst dem Karakorum Highway und zweigen dann
ab nach Skardu. Über den Baltoro-Gletscher geht es ins eindrücklichste
Gebirgsmassiv der Erde; vorbei an den berühmten Trango-Türmen erreichen wir das
Basislager des Broad Peak. In unmittelbarer Nähe türmt sich der Bergriese K2 auf.

Detailprogramm:

1. Tag:     Abflug Europa – Islamabad

2. Tag:     Ankunft in Islamabad,
dem Tor zur einmaligen Bergwelt Nordpakistans.Besichtigung von Rawalpindi oder
Islamabad, Erledigung des administrativen Kleinkrams im
Touristenministerium

3. Tag:     Rawalpindi–Chillas
Heute starten wir die ca. 12-stündige Fahrt nach Chillas. Die Strasse führt uns
an Getreidefeldern vorbei weiter durch eine Terrassenlandschaft    mit Reisfeldern
und Teeplantagen. Nach Thakot, dem Eingang zum Indus-Tal, folgen wir auf dem
Karakorum Highway (KKH) dem Indus über Besham weiter nach Chillas.

4. Tag:     Chillas–Skardu
50 km nach Chillas überrascht uns der Blick auf den Nanga Parbat (8125 m).      
Dem eindrücklichen KKH folgen wir nicht Richtung Hunza-Tal, sondern weiter
dem Indus und erreichen «little Tibet», indem wir die typisch wilden
Canyons durchqueren. 12 Jahre dauerte die Erstellung des KKH, der von den
Pakistani gerne als achtes Weltwunder gesehen wird.
Fahrzeit ca. 9 Stunden, Übernachtung im Hotel.

5. Tag:     Skardu
Einen Tag benötigen wir, um die Porter anzustellen, das gesamte Gepäck in
25 kg-Lasten einzuteilen und einen Eindruck von Skardu zu gewinnen.

6. Tag:     Skardu–Askole
Alles Gepäck wird in Jeeps verladen, um gemeinsam mit den Porters in einer
6–7-stündigen sehr abwechslungsreichen Fahrt Askole (3048 m) zu erreichen.

7.–12. Tag:     Askole–Korophon–Paiju–Liligo–Urdukas–Konkordia–Basislager
Zuerst wandern wir durch die sehr aride, fast wüstenhafte Gegend über
Flüsse zum schön eingerichteten Campingplatz von Korophan auf 3253 m.
Am darauf folgenden Tag erreichen wir Paiju (3785 m), die letzte Oase vor
der wildromantischen Gletscherwelt des Karakorums. Dort benötigen die Träger
einen Tag Rast, um das Essen für die nächsten Tage vorzubereiten. Der
nächste Tag bringt uns erstmals auf den Baltoro-Gletscher nach Urdukas,
von wo wir eine einmalige Aussicht auf die Trango Towers geniessen. Vorbei
am Muztag Tower nach Gore; von nun an besteht der Untergrund für unsere
Zelte nur noch aus dem Eis des Baltoro-Gletschers. Der Konkordiaplatz,
Treffpunkt von Baltoro- und Goldwin Austen-Gletscher, ist ein Schauplatz der
Bergriesen wie K2, Gasherbrum IV, Chogolisa und Broad Peak. Am letzten Tag
unseres Anmarsches erreichen wir in ca. 5 Std. via Goldwin Austen-Gletscher
unser Basislager.

13. Tag:     Basislager
Errichten des Basislagers (4980 m) und langsames Akklimatisieren, was
entscheidend für den Gipfelerfolg sein kann.

14.–40. Tag:     Besteigung des Broad Peak
Es steht uns nun genügend Zeit für die Besteigung des Broad Peak zur
Verfügung. Drei Hochlager müssen aufgebaut und von uns unter Mithilfe
von Hochträgern selbst versorgt werden. Lager I wird auf ca. 5800 m
errichtet, Lager II auf ca. 6600 m und Lager III auf ca. 7400 m. Da
wir bereits 1994 und 1998 erfolgreiche Expeditionen am Broad Peak
durchgeführt haben, ist uns die Route bekannt.
 
Basislager (5000 m) – Lager I (5800 m)
An diesem Berg gibt es keine langen Querungen und Flachpartien, es geht
einfach kontinuierlich aufwärts. Vom Basislager in einer halben Stunde
über den Baltoro-Gletscher an den Fuss des Broad Peak. Nach 300
Höhenmetern gelangen wir in eine Rinne, die sich gegen Ende auf wenige
Meter verengt. Dieses Couloir werden wir mit 500 m Fixseilen sichern. An
dessen oberem Ende erreichen wir eine Plattform, wo früher Lager I
errichtet wurde. Von hier über eine immer steiler werdende Flanke zum
Lager I.

Lager I (5800 m) – Lager II (6600 m)
Kurz über einen Grat und dann folgen wir der Südwest-Flanke in ca. 30–40
Grad steilem Gelände. Etwa in ihrer Mitte weist uns die logische Route
auf die linke Flankenseite zum Lager II auf 6600 m zwischen kleinen
Türmen, von wo wir eine einmalige Aussicht zum K2 und den weiteren
Aufstieg geniessen.

Lager II (6600 m) – Lager III (7400 m)
Nach einer 100 m langen Querung weiter durch ein Couloir erreichen wir
einen markanten Felskopf. Der nun folgende Begrenzungsgrat (links das
riesige Couloir, vom letzten Gletscherplateau ausgehend, rechts die
Flanke, der wir vom Fuss des Broad Peak gefolgt sind) führt uns an den
Fuss des Gipfelaufschwungs. Weiter über das oben genannte Gletscher
plateau auf ca. 7400 m. Hier errichten wir zwischen zwei Séracs gut
geschützt unser letztes Lager. Lager 3

Lager III (7400 m) – Gipfel
Leider nur kurz flach ansteigend, zwischen Séracs hindurch, bis unterhalb
des Passes (7900 m) zwischen Haupt- und Nordgipfel. Den letzten steilen
Hang (50 Grad) werden wir mit Fixseilen einrichten. Die Verhältnisse sind
entscheidend für die Schwierigkeit des Gipfelgrates zum Mittelgipfel. Wer
nun noch nicht genug hat, kann weiter zum Hauptgipfel aufsteigen!

41.–43. Tag:     Basislager–Gondogoro-Pass–Hushe–Skardu
Um den Rückweg interessanter zu gestalten, werden wir über den Gondogoro-
Pass ins Hushe-Tal absteigen. Zuerst kehren wir wieder zum Konkordiaplatz
zurück. Über den Baltoro-Gletscher gelangen wir ins Ali Camp, welches
nach seinem Entdecker benannt ist und am Fuss der Chongolisa liegt. Der
Start zur Überquerung des gut eingerichteten Gondogoro-Pass erfolgt bereits
in der Nacht, da der Abstieg vom Pass wegen der Steinschlaggefahr so früh
als möglich erfolgen sollte. Der Abstieg ins wildromantische Hushe-Tal nach
dem langen Aufenthalt auf dem Gletscher ist absolut einmalig! Sofern die
Träger es wünschen, werden wir eine Tagesetappe überspringen. So erreichen
wir via Saitscho nach weiteren 2 Stunden Hushe, wo wir von unseren Jeeps
abgeholt werden. Nach einer 5-stündigen Fahrt kommen wir an unserem
Ausgangspunkt Skardu an.

44.–45. Tag:     Flug von Skardu nach Islamabad
Flug nur bei guter Sicht möglich. Andernfalls 2-tägige Busfahrt nach
Islamabad

46. Tag:     Islamabad
Heute haben wir noch etwas Zeit, die Bazare zu besuchen und die letzten
Einkäufe zu tätigen.

47. Tag:    Rückflug Islamabad - Europa

Reisetermin:
7. Juni – 23. Juli 2009

Anforderungen:
DieExpedition ist sehr anspruchsvoll und anstrengend. Schon der Höhe wegen
ist sie mit gewissen Risiken verbunden. Die TeilnehmerInnen müssen sich
selbständig und sicher in kombiniertem Gelände (Schnee, Eis, Fels) bewegen
können. Sie werden unter sich selbständige Seilschaften bilden. Auf eine
tatkräftige Mithilfe am Berg, auf Kameradschaft und Toleranz, wird sehr
grossen Wert gelegt. Jede/r muss die persönlichen Grenzen am Berg selbst
erkennen und bereit sein, allenfalls den Rückzug anzutreten. Die Expedition
erfolgt auf eigene Verantwortung. DerLeiter steht während der Expedition für
die Gesamtleitung der Gruppe, nicht aber für die persönliche Betreuung des/der
Einzelnen zur Verfügung. Dennoch muss jede/r bereit sein, die Weisungen und
Entscheidungen des Expeditionsleiters zu befolgen. Diese werden im Interesse
der Gruppe getroffen. je nach den vorliegenden Verhältnissen können
Improvisationen und Programmänderungen notwendig sein. Jegliche Haftung für
Unfälle, Schäden oder Materialverluste werden vom Veranstalter abgelehnt.

Preis: 9-12 TeilnehmerInnen: EURO 8550.–

Achtung:
Nach Auskunft unserer Agentur stehen die Chancen gut, dass im Jahr 2009
wieder eine 50-prozentige Ermässigung auf den Gipfelgebühren gewährt
werden. Sollte dies nicht der Fall sein, erhöht sich der Preis pro Person
um maximal USD 750.00

Leistungen:
Im Preis inbegriffen sind:
– alle Flüge
– Flugtaxen
– Inlandflüge: Skardu–Islamabd / inkl. Flughafentaxen
– sämtliche Transfers; Bus- und Jeepfahrten
– Organisation der gesamten Expedition
– Eintrittsgebühren
– Gipfelgebühren
– Vollpension während der Anreise
– Vollpension im Basislager
– Halbpension während der Besteigungen
– Getränke bei gemeinsamen Mahlzeiten
– Anzahl Hotelnächte im Doppelzimmer
– gutes Gruppenzelt, WC-Zelt, Dusch-Zelt
– 1 Zelt pro TeilnehmerInnen im Basislager
– 1 Zelt pro 2 TeilnehmerInnen auf dem Anmarsch und in den Hochlagern
– Fixseile, Bergseile, Firnschwerter, Eisschrauben, usw.
– Hochgebirgskocher (Gas) und Kochgeschirr
– Kommunikation (Funk) im Basislager (24 Volt)
– Funkgeräte: 1 Funkgerät (9 Volt) pro 2 TeilnehmerInnen
– Satellitentelefon, exklusiv Taxen
– E-Mail Empfang und Versand, exklusiv Taxen
– Solaranlage mit Beleuchtung im Messzelt
– Strom im Basislager für das Laden der elektronischen Geräte
(Achtung: beschränkt möglich!)
– Expeditionsarzt/ärztin wenn möglich
– Porter bis ins Basislager
– Höhenmedizinische Überdruckkammer
– Medizinischer Sauerstoff für den Notfall
– Grosse Apotheke im Basislager mit Pulsoxymeter
– Apotheke in den Höhenlagern
– Küche: Koch und Küchenhilfen
– 1 lokaler Hochträger pro 4 TeilnehmerInnen mit guter Ausrüstung
– Begleitoffizier
– lokaler Touristenführer
– Staatl. geprüfter Bergführer

Nicht inbegriffen sind:
– Annullationskostenversicherung
– Visum für Pakistan
– Getränke, die ausserhalb der gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen werden
– Individuelles leistungsbezogenes Trinkgeld an unsere einheimische
  Mannschaft wird sehr geschätzt
– Sonderkosten, die als Folge von oder im Zusammenhang mit Änderungen des
  vorgesehenen Reiseablaufes entstehen


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