TRANSAFRIKA - Rule the Mountain Tour 2007
Freitag, 10. August 2007 von StephanHallo…..es gibt uns noch!
Unglaublich aber wahr, wir haben es bis jetzt nicht zustande gebracht, unsere E-Mail-Kontakte aufrecht zu erhalten, bzw. ein Online-Tagebuch zu erstellen. Inzwischen haben wir Addis Ababa, die Hauptstadt Äthiopiens erreicht und ca. 11′000 km zurückgelegt. Von der technischen Seite haben wir so ziemlich alle Gebrechen, die man haben kann, erlebt. Die Verbindung Satelitentelefon-Laptop hat von anfang an nicht funktioniert. Die elektrische Stromversorgung über das Auto funktioniert nur zeitweise, da unser Auto sowieso so gut wie jeden 2. Tagen irgend einen Schaden hat. Stephan verbringt fast die gesamte Stehzeit unter der Motorhaube oder in Werkstätten, während Anita versucht, die Kinder bei Laune zu halten.
Die Länder Italien und Tunesien waren nicht besonders spektakulär und fast mit einem Badeurlaub zu vergleichen. Um nicht in jedem Land die Autopannen zu ewähnen, hier eine kurze Auflistung, was an unserem Auto schon alles kaputt war: Reifen, Lichtmaschine, Gaskabel, Anlasser, Batterie, Batterieregler, Kühler, Dieselleitung, Radnabe, Ölundichtheiten, Stromversorgung, Motoraufhängung, Federungen, Auspuff, Gebläse und zu guter Letzt jetzt kurz vor Addis Ababa zum 2. Mal die Wasserpumpe, die für die Kühlung des Motor zuständig wäre. D.h. wir sind wieder einmal voll motiviert unterwegs gewesen und waren froh, ausnahmsweise eine Strasse ohne halbmeter tiefe Schlaglöcher vorzufinden, als uns ein dumpfes Geräusch aus dem Motorraum und der plötzliche Stillstand des Motors zum Stehen brachte. Inzwischen können wir schon anhand der Geräusche feststellen, wie gross ungefähr der Schaden ist. Dieses Mal wussten wir…..ohje, gar nicht gut! Die Wasserpumpe hat sich in mehrere Bestandteile aufgelöst, der daran befestigte Gebläseventilator hat sich selbstständig gemacht und sich in den Kupferkühler reingefressen. Wir glauben, das waren genug technische Details, wir waren wieder einmal nahe an einem Motorschaden. Nun sitzen wir in Addis Ababa in einem abgefuckten Hotel fest und hoffen, dass wir das Ersatzteil bekommen.
In der Zwischenzeit haben wir es auch geschafft, das gesamte Tagebuch online zu stellen. Also für Leute, die es ganz genau wissen möchten, hier könnt ihr nachlesen. Keine Angst, es gibt auch eine Kurzfassung mit Bildern dazu.
Im Grossen und Ganzen verläuft die Reise durch die kleinen Gebrechen erheblich schwieriger als geplant und da wir ausser Auto richten auch noch was von den Ländern sehen möchten, haben wir die E-Mails und Berichte aufgrund dessen ziemlich vernachlässigt. Wir hoffen, ihr seid uns nicht böse. Und falls unser Auto wider Erwarten in den nächsten Wochen besser läuft, werden auch wir uns öfters melden. Abgesehen vom Fahrzeug geht es uns aber ausgezeichnet. Wir konnten viele neue Eindrücke in den verschiedenen Wüstenregionen Ägyptens und im Sudan sammeln, haben auch durchwegs positive Erfahurngen mit den Leuten vor Ort gemacht. Und inzwischen konnten wir sogar eine Woche Trekking in den wunderschönen Simien Mountains im Hochland Äthiopiens unternehmen. Äthiopien ist landschaftlich sicher das Highlight unserer letzten 2 Monate. Dafür sind die Äthiopier ziemlich mühsam, siehe Tagebuch.
Sina und Silas sind wohlauf und freuen sich immer wieder, wenn wir es schaffen, den einen oder anderen Tag ohne Panne mit Hippos schauen, Trekking oder Sanddünen skifahren zu verbringen. Abgesehen von den Flöhen, die Sina in den Simien Mountains beim Spielen mit den dortigen Kindern eingefangen hat und die uns bis jetzt nicht verlassen haben, geht es uns bestens.
Falls wir unser Auto wieder in Gang bringen und wir die Nerven (bezüglich Pannen) nicht endgültig über Bord werfen, werden wir uns in Kürze Richtung Kenia weiterbewegen.
Schöne Grüsse an alle und nicht böse sein, wenn wir uns zu selten melden.
Sina, Silas, Anita und Stephan
TAGEBUCH








